Microblading ist eine Technik, die Fingerspitzengefühl und Geschicklichkeit erfordert. In diesem Blogbeitrag gebe ich 5 Tipps zum Microblading
Tipp Nr. 1
Das Vorzeichnen der Augenbrauen
Einer der wichtigsten AspektebeimVorzeichnen der Augenbrauen ist, sich dafür Zeit zu nehmen. Manchmal verbringe ich 30 bis 45 Minuten mit dem Vorzeichnen, um die richtige Platzierung und Form der Augenbrauen zu finden. Das erkläre ich auch meinen Kundinnen und beziehe sie (so weit wie möglich) in diesen Prozess mit ein. Ich frage, was sie sich wünschen oder erwarten, damit die Kundin das Gefühl hat, dass ihre Erfahrungen und Wünsche auch zählen. Oft sind die Kundinnen schon vor der Behandlung nervös, und auf diese Weise nimmst du ihnen die Unsicherheit.
Das Vorzeichnen kann man mittels Messen, Schnüren oder einer Schablone vornehmen, und dies geschieht meist, während die Kundin mit geschlossenen Augen liegt. Anschließend lasse ich die Kundin sitzen und wir schauen gemeinsam mit offenen Augen unter anderem auf Mimik und Symmetrie. Das optische Erscheinungsbild ist sehr wichtig, also beobachten Sie, was passiert, und entscheiden Sie, ob noch Korrekturen erforderlich sind. Dies ist der richtige Zeitpunkt, um im Rahmen der Proportionen noch kleine Anpassungen (auf keinen Fall große Veränderungen) vorzunehmen, die den Unterschied ausmachen können. Wenn Korrekturen erforderlich sind, nehmen Sie diese jetzt vor.
Um die Form anschließend zu erhalten, können Sie sie mit einem Chirurgenstift markieren, indem Sie kleine Punkte rund um die Kontur Ihrer Zeichnung setzen, damit die Form während der Behandlung gut sichtbar bleibt.
Am Ende der Behandlung überprüfe ich noch einmal, ob Form und Symmetrie stimmen, während der Kunde sitzt.

Tipp Nr. 2
Haut straffen
Ich wendebeim Microblading die3-Punkt-Stretch-Methode an.Spannen Siedie Haut beim Setzen der Striche. Dazu verwenden Sie Daumen, Zeigefinger und kleinen Finger Ihrer freien Hand. Das Ergebnis ist ein straffer, knackiger Strich!
Tipp Nr. 3
Striche vorzeichnen
Wenn du mit dem Microblading beginnst, hast du bereits auf Latex an einem Modell geübt und hast das mittlerweile im Kopf. Du darfst nämlich nicht kreuzen, da sich die Haut sonst wie ein Wabenmuster öffnet, das leicht angehoben wird.
Es kann dir helfen, die Striche vor dem eigentlichen Start mit einem Pinsel mit Pigment oder deiner Klinge mit ganz wenig Pigment vorzuzeichnen. Du öffnest die Haut also noch nicht. So kannst du auch gut entscheiden, was du an der Vorderseite machst, und dich eventuell mit deinem Kunde. Er wird sich einbezogen fühlen, und es kostet nur ein bisschen mehr Zeit. Für mich ist es angenehm, gemeinsam mit dem Kunden zu diesem Ergebnis zu gelangen, und so sind sie nicht schockiert, wenn sie das Endergebnis sehen.
Eine gute Aufklärung darüber, was der Kunde erwarten kann, ist super wichtig!
Tipp Nr. 4
Die Tiefe des Strichs
Zu Beginn meiner Karriere stach ich oft zu tief in die Haut. Das passiert schnell, und aus Erfahrung weiß ich, dass genau darin die Kunst des Microblading liegt. Der „Sweet Spot“ – darum geht es. Genau die richtige Hautschicht und mit der richtigen Spannung, Tiefe und Geschwindigkeit. Blutungen sagen nicht alles aus. Manche Kunden bluten schnell, andere gar nicht. Sei vorsichtig und spüre vor allem, was du tust. Gehe so oft wie nötig über den gesetzten Strich, bis er ausgefüllt ist und etwas dicker als ein echtes Haar ist. Der Strich wird nämlich noch etwas schrumpfen. Sobald du an den Seiten deines Strichs einen blauen Schimmer siehst, stichst du definitiv zu tief und es wird auch schwierig, in der Nähe noch weitere Striche zu setzen.
#5
Das Ausfüllen des Strichs
Das Ausfüllen der Striche kann auf verschiedene Arten erfolgen, aber das Wichtigste ist, dass du genau im gesetzten Strich liegst, wenn du erneut darüberfährst. Dies kann mit einer fließenden Bewegung geschehen oder indem du deine Klinge im 90-Grad-Winkel hältst und ganz sanft auf und ab durch den Kanal fährst. Du spürst es, wenn du richtig drin bist. Wiederhole dies bei Bedarf 2 bis 3 Mal. Trage wenig Pigment auf dein Blatt auf und lege, wenn du fertig bist, eine Pigmentmaske darüber, eventuell mit etwas Wärme auf die Farbe. Lass dies kurz einwirken, aber nicht länger als 5 Minuten.
Von Maike van Duppen




